Strassenmode Was ist eine Shacket und wie stylt man sie? Supermade Editorial6. September 20267 Minuten Lesezeit Eine Shacket ist eine Hemdjacke: eine geknöpfte Außenschicht mit Hemdkragen, langen Ärmeln, Manschetten und Brusttaschen, gefertigt aus einem festeren Stoff als ein normales Hemd. Die meisten sind so geschnitten, dass darunter noch Platz für ein T-Shirt, einen Pullover, ein Sweatshirt oder einen leichten Hoodie ist. Gängige Stoffe sind Baumwolltwill, Wollmischungen, angerauter Flanell, Denim, Cord und Steppstoff. Eine Shacket aus dichtem Twill behält von der Schulter bis zum Saum eine relativ gerade Kante. Angerauter Flanell fällt weicher. Gesteppte Modelle können einige Millimeter vom Körper abstehen, da die Wattierung zwischen Oberstoff und Futter liegt. Der Begriff selbst setzt sich aus „Hemd“ und „Jacke“ zusammen. Bekleidungsunternehmen verwenden ähnliche Hemdjacken und Überhemden schon seit Jahrzehnten, insbesondere bei Arbeitskleidung, Militärbekleidung und Sportbekleidung für kaltes Wetter. „Shacket“ hat sich im Einzelhandel als einfachere Bezeichnung für dasselbe Grundkonzept etabliert. Die meisten Shackets enden etwa auf Hüfthöhe oder am oberen Oberschenkel. Dank dieser Länge lassen sie sich problemlos über einem T-Shirt, Strickpullover, Hoodie oder einem dünnen Sweatshirt tragen, ohne die Hose größtenteils zu verdecken. Inhalt Die Passform ändert sich je nach Stoff. Blaue Jeansjacke mit schwarzer Hose Braunes Canvas mit gewaschenem schwarzem Denim Flanellhemd mit Karomuster und langen Jeansshorts Olivgrüne Hemdjacke mit Cargohose Cremefarbene Jacke mit blauen Jeans Eine Jacke über einem Hoodie Hütten mit Röcken Worauf Sie beim Kauf achten sollten Die Passform ändert sich je nach Stoff. Eine weiche Flanelljacke kann im Brustbereich weit geschnitten sein und trotzdem eng am Körper anliegen. Eine Canvas-Variante mit denselben Maßen wirkt größer, weil der Stoff seine Form behält. Betrachten Sie zunächst die Schulterpartie. Eine Naht, die direkt auf der Schulter sitzt, verleiht dem Kleidungsstück eine klarere Form. Eine tiefer liegende Naht verlagert den Ärmel weiter nach unten und macht die obere Hälfte des Oberteils weiter. Auch die Ärmelform verrät, wie das Kleidungsstück getragen werden soll. Schmale Bündchen und ein kleines Armloch passen gut zu einem T-Shirt darunter. Weite Ärmel bieten genug Platz für ein Sweatshirt oder einen dünnen Hoodie. Die Saumlänge sollte zu Ihren bevorzugten Hosen passen. Hüftlange Hosen harmonieren gut mit weiten Jeans und Cargohosen. Längere Varianten passen gut zu Leggings, schmalen Hosen und geraden Röcken. Blaue Jeansjacke mit schwarzer Hose Blaue Jeansjacke, weißes T-Shirt, schwarze Hose und schwarze Canvas-Sneaker. Eine verwaschene blaue Jeansjacke passt gut zu einem weißen, schweren T-Shirt, einer schwarzen geraden Hose, schwarzen Ledersneakers und einer kleinen schwarzen Schultertasche. Die Hemdjacke kann offen getragen werden. Das weiße T-Shirt lockert den Kontrast zwischen Jeansstoff und Schwarz auf. Der Jeansstoff darf an den Nähten, Taschen und Bündchen Gebrauchsspuren aufweisen. Eine kurze Jeansjacke, die knapp über der Hüfte endet, ist hier besonders praktisch. Sie lässt den Hosenbund und die Vordertaschen sichtbar. Ein längeres Jeanshemd ist aber auch eine Option. Ergänzen Sie das Ganze mit silbernen Creolen oder einer schlichten Uhr. Supermade-Auswahl Jeansjacke mit Nietenriemen Schwarz gewaschener Denim aus 100 % Baumwolle, verkürzter, leicht übergroßer Schnitt, spitzer Kragen, Knöpfe vorne, Schnallenriemen sowie Nieten an Kragen und Manschetten. Offen stylen: Trage darunter ein schlichtes, weißes, schweres T-Shirt und lasse die fünf Schnallenriemen locker darüber hängen. Schwarze, gerade geschnittene Hosen und schwarze Ledersneaker haben einen dunklen Streifen unterhalb des verkürzten Saums, der mehr Bein zeigt. Eine kompakte Schultertasche sorgt für freie Seiten. Der gewaschene schwarze Denim wirkt im Kontrast zum weißen T-Shirt frischer, und die silbernen Details verleihen der Jacke einen leicht punkigen Touch. Braunes Canvas mit gewaschenem schwarzem Denim Braune Hemdjacke mit dunkler, gerader Jeans und braunen Schuhen. Brauner Canvas ist schwerer als Denim und sieht in der Regel am besten zu Kleidung aus, die die gleiche Dichte verträgt. Tragen Sie eine tabakbraune Hemdjacke über einem anthrazitfarbenen Sweatshirt mit Rundhalsausschnitt. Dazu passen verwaschene schwarze Jeans, dunkelbraune Lederstiefel und eine schwarze Strickmütze. Das Sweatshirt sollte kürzer als die Jacke sein. Kragen und Bündchen können sichtbar bleiben, während der Körper größtenteils bedeckt ist. Dadurch entstehen zwei klar voneinander abgegrenzte Lagen. Gerade geschnittene oder locker sitzende Jeans passen gut zum festen Untergrund von Canvas. Sehr dünne Hosen können unter einer steifen Oberschicht optisch instabil wirken. Eine Segeltuchjacke gewinnt mit der Zeit an Charakter. Es bilden sich Falten um den Ellbogen, die Taschenränder werden weicher, und der Kragen kann sich an den Stellen, wo er den Hals berührt, leicht verdunkeln. Flanellhemd mit Karomuster und langen Jeansshorts Übergroßes Flanellhemd mit Karomuster, weißes Oberteil, knielange Jeansshorts, cremefarbene Socken und Wildlederclogs. Eine rot-schwarz karierte Hemdjacke verleiht langen Jeansshorts einen kühleren Look. Beginne mit einem verwaschenen grauen T-Shirt, hellblauen Jeansshorts, die etwa bis zum Knie reichen, schwarzen Socken und klobigen schwarzen Skateschuhen. Lass das Flanellhemd offen und die Ärmel lang herunterhängen. Das Oberteil hat bereits ein klassisches Karomuster, daher können die Shorts schlicht gehalten werden: gewaschener Denim, gerades Bein, normale Taschen. Aufwendige Patchwork-Arbeiten oder mehrere bedruckte Einsätze würden das Outfit deutlich auffälliger wirken lassen. Dies funktioniert besonders gut mit dickerem, angerautem Flanell. Dünne Hemdenstoffe bewegen sich zu stark, ähnlich wie ein normales Hemd. Supermade-Auswahl Langarmhemd mit Sternenapplikation im Used-Look Flanellhemd aus 100 % Baumwolle mit einem dezenten rot-beigen Karomuster, schwarzen gestickten Sternen, spitzem Kragen, durchgehender Knopfleiste, überschnittenen Schultern und leicht übergroßem Schnitt. Aus den Jorts machen: Trage eine hellblaue Jeans, die bis zum Knie reicht, dazu ein verwaschenes anthrazitfarbenes T-Shirt, schwarze Socken und gepolsterte schwarze Skateschuhe. Lass das Flanellhemd offen. Der helle Denim hebt das verwaschene rot-beige Karomuster hervor, und die schwarzen Schuhe greifen die gestickten Sterne auf. Die überschnittenen Schultern und die weiten Ärmel fallen locker über die Wade und verleihen dem Outfit einen jugendlichen Skater-Look der späten 90er. Olivgrüne Hemdjacke mit Cargohose Olivgrüne Twill-Hemde mit passender Cargohose und weißem Oberteil. Eine olivgrüne Twill-Jacke, cremefarbenes Thermoshirt, anthrazitfarbene Cargohosen, schwarze Trailrunning-Schuhe und eine kleine Nylontasche ergeben ein praktisches Streetwear-Outfit. Die Jacke sollte nur teilweise zugeknöpft sein, sodass die Thermojacke am Hals und im unteren Vorderbereich sichtbar bleibt. Die Cargohose kann an jedem Oberschenkel eine große Tasche haben. Gedämpfte Oliv- und Anthrazittöne lassen Raum für einen robusteren Schuh. Wählen Sie schwarze Trail-Sneaker mit grauen Einsätzen oder einer dunklen Gummisohle. Twill ist hier von Vorteil, da er die Taschenklappen und den Kragen gut erkennbar hält. Weicherer Flanell neigt dazu, diese Details nach mehrmaligem Waschen zu verwischen. Cremefarbene Jacke mit blauen Jeans Cremefarbene Hemdjacke mit blauen Jeans und einer braunen Tasche. Ein cremefarbenes oder ecrufarbenes Hemd verändert die Stimmung komplett. Tragen Sie es über einem schwarzen Rippstrick-Tanktop mit mittelblauen, lässigen Jeans, braunen Wildledersneakers und einer dunkelbraunen Ledertasche. Schlagen Sie die Ärmel einmal um, falls die Ärmel die Hände bedecken. Die helle Außenschicht lässt den blauen Denim dunkler wirken. Eine cremefarbene Hemdjacke zeigt zudem schneller Schmutz an den Bündchen und Taschenrändern, daher ist dichter Baumwolltwill pflegeleichter als flauschige, angeraute Wolle in der gleichen Farbe. Dieses Outfit eignet sich besonders gut im Frühherbst, wenn die Jacke nachmittags offen bleiben und nach dem Abkühlen zugeknöpft werden kann. Eine Jacke über einem Hoodie Karierte Hemdjacke über einem weißen Hoodie, dazu gerade geschnittene Jeans und weiße Sneakers. Unter einer Shacket kann ein Hoodie getragen werden, wenn Ärmel und Armausschnitt weit genug sind. Wähle einen schwarzen Hoodie mit mittlerer Fleece-Dämpfung und kombiniere ihn mit einer dunkelgrauen Wollmischjacke, einer locker sitzenden blauen Jeans, weißen Ledersneakers und einer schwarzen Kappe. Der Hoodie sollte schlicht gehalten sein, damit Kragen, Taschen und Knöpfe der Jacke sichtbar bleiben. Die Kapuze sollte außerhalb des Kragens der Jacke sitzen. Wenn man sie darunter steckt, entsteht eine dicke Falte im Nacken, die den Kragen nach oben zieht. Eine hüftlange Jacke ist hier besser geeignet als eine lange, da die Kapuze bereits eine zweite, wärmende Schicht am Oberkörper bildet. Supermade-Auswahl Langarmhemd mit Used-Look-Karo Supermade beschreibt dieses Kleidungsstück als übergroße Hemdjacke. Sie hat einen kurzen, lockeren Schnitt, überschnittene Schultern, durchgehende Knöpfe, aufgesetzte Taschen mit offenen Kanten und einen ausgefransten Saum in einem schwarz-beigen-roten Karomuster. Tragen Sie es über einem Hoodie: Wähle einfarbiges Anthrazit und ziehe die Kapuze über den Kragen. Der Saum des Hoodies sollte nah am kurzen Saum des Karohemdes liegen. Darunter trägt man locker eine gewaschene, schwarze Baggy-Jeans und dazu schwarze Skateschuhe. Das Anthrazit verstärkt das beige-rote Karomuster auf der Brust, während der kurze, ausgefranste Saum die beiden oberen Lagen kompakt wirken lässt. Die weite Jeans kann ruhig locker sitzen, und die schwarzen Schuhe verleihen ihr einen lässigen Touch. Hütten mit Röcken Schwarz-grau karierte Hemdjacke mit langem schwarzem Rock und schwarzen Turnschuhen. Eine Shacket passt auch zu einem geraden Rock, wenn der Stoff darunter dünner ist als die äußere Schicht. Probieren Sie eine anthrazitfarbene Wolljacke mit einem taillierten schwarzen Langarmshirt, einem hellblauen Jeans-Midirock, schwarzen Stiefeletten und einer kleinen bordeauxroten Schultertasche. Lassen Sie die Hemdbluse offen und wählen Sie einen Rock mit Schlitz vorne oder hinten. Für eine lässigere Variante kombinieren Sie eine beige Cordjacke mit einem schwarzen Rippstrick-Maxirock und Retro-Sneakers. Der Cord sorgt für sichtbare, vertikale Rippen am oberen Rand. Worauf Sie beim Kauf achten sollten Eine praktische Shacket sollte im Brust- und Oberarmbereich genügend Platz für die darunter zu tragende Schicht bieten. Probieren Sie sie nach Möglichkeit über dieser Schicht an. Eine Shacket, die über einem dünnen T-Shirt aus der Umkleidekabine gekauft wurde, kann schnell einengend wirken, sobald ein Sweatshirt darüber getragen wird. Achten Sie auch auf die Position der Taschen. Große Brusttaschen, die sehr tief sitzen, können eine lange Shacket im Bauchbereich schwerer wirken lassen. Höher positionierte Taschen sorgen für mehr Freiraum im unteren Vorderbereich. Knöpfe eignen sich für Flanell, Wolle, Cord und Denim. Druckknöpfe sind besonders gut für Stepp- und Arbeitskleidung geeignet, da sie sich bei dickeren Stoffen schneller öffnen lassen. Bei kaltem Wetter ist das Futter entscheidend. Eine ungefütterte Baumwolljacke reicht für milde Herbsttage. Ein gestepptes Futter oder dichte Wolle bieten ausreichend Wärmeisolierung für kältere Tage, besonders wenn darunter noch Platz für ein Sweatshirt ist.